Haben Sie bemerkt, dass Ihre LinkedIn-Beiträge weniger Menschen erreichen? Der Grund ist, dass LinkedIn ordentlich an seinen Algorithmen gearbeitet hat – um die Plattform und wie die Inhalte ihrer Nutzer:innen ausgespielt werde, grundlegend zu ändern.
Dieser Systemwechsel ist kein kleines Update, sondern eine grundlegende Neuausrichtung mit wichtigen Konsequenzen auch für öffentliche Einrichtungen. In diesem Beitrag erfahren Sie, was sich konkret ändert und wie Sie Ihre LinkedIn-Kommunikation darauf ausrichten können.
Getrieben von Interessen statt vom Netzwerk
Bis vor kurzem war es so, dass Aktivitäten und Inhalte bei LinkedIn beziehungsgetrieben waren: Wer über ein großes Netzwerk verfügte, konnte auch mit großer Reichweite rechnen.
Das ist jetzt anders. Heute wird inhaltliche Relevanz belohnt. Dafür zählen nicht nur einzelne Beiträge, sondern es werden auch Profil und Seite, Selbstbeschreibung, Kompetenzen, Themen, Kommentare und das gesamte Netzwerk einbezogen.
Damit wird Konsistenz im Profil oder der Seite, bei den Inhalten und auch den Interaktionen wichtiger. LinkedIn betrachtet dann zum Beispiel bei der Präsenz einer Behörde auf der Plattform: Ist dieser Inhalt fachlich relevant? Steht dieses Unternehmen, also Ihre Behörde, für ein klares Thema? Passt der Beitrag zur Seitenidentität?
Für LinkedIn bedeutet das eine Rückkehr zu fachlicher Tiefe. Gleichzeitig geht die Plattform gegen generische Inhalte und oberflächliche Reaktionen vor.
Was bedeutet das konkret für Ihre Behörde?
Grundsätzlich bedeutet diese Änderung eine Chance für Behörden-Seiten auf LinkedIn. Schließlich sind Sie in Ihrer Kommunikation oft darauf eingestellt, fachlich fundiert und sachlich zu informieren.
Die Umstellung können Sie zudem dafür benutzen, sich noch einmal mit den grundlegenden Informationen Ihrer Behörden-Seite auseinanderzusetzen: Stimmen alle Informationen zu Ihrer Behörde und nutzen Sie auch die 2.000 Zeichen aus, die Ihnen für Ihren Info-Text zur Verfügung stehen? Zeigen Sie bei Ihren Schlüsselbegriffen eindeutig auf, um welche Themen es hier bei LinkedIn gehen soll?
Wenn diese grundsätzlichen Informationen angelegt sind, geht es um das Bespielen der Seite. Hierbei helfen folgende Tipps:
Ganzheitliche Bewertung statt Einzelbetrachtung: Bisher zählten vor allem Likes und Kommentare. Jetzt bedeutet es die Kür, wenn Beiträge gespeichert und geteilt werden. Wenn dies von besonders relevanten Personen außerhalb Ihres Netzwerks geschieht – umso besser.
Substanz statt Reichweiten-Tricks: Keyword-Fülle oder übermäßige Hashtags funktionieren nicht mehr. LinkedIn erkennt, ob Inhalte klar, fachlich fundiert und thematisch passend sind. Vage Texte werden seltener ausgespielt.
Fokus und Themenklarheit: Behörden, die sich auf drei bis fünf klar definierte Themen konzentrieren, werden vom System besser verstanden und können gezielter ausgespielt werden.
Qualität vor Quantität: Ein substanzieller Beitrag bringt mehr als häufiges Posten mit wenig Inhalt. Das kommt öffentlichen Einrichtungen grundsätzlich entgegen, die fundierte Informationen bieten, aber nicht täglich posten können.
Beispiele für gute Behördenseiten auf LinkedIn:
- Das Bundesverwaltungsamt [https://www.linkedin.com/company/bundesverwaltungsamtde/] spricht mit seiner LinkedIn-Seite potenzielle Bewerber:innen an. Das macht es sowohl auf informative und unterhaltsame Art. Auch mit Sicht auf die neuesten Entwicklungen bei LinkedIn sollte der hier eingeschlagene Weg funktionieren.
- Die Mitmachstadt Herrenberg [https://www.linkedin.com/company/stadt-herrenberg/] zeigt, wie auch eine Kleinstadt mit authentischer Kommunikation nachhaltig Wirkung und einen veritablen Followerkreis aufbauen kann.
- Die Landeshauptstadt München [https://www.linkedin.com/company/stadt-muenchen/] zeigt in ihren Beiträgen die ganze Vielfalt der bayerischen Landeshauptstadt. Das ist nicht nur informativ, sondern wirkt auch nahbar und lebendig.
Was Ihre Behörde jetzt konkret auf LinkedIn tun kann
- Seite thematisch schärfen Überprüfen Sie Ihre Unternehmensseite: Wird klar, wofür Ihre Behörde steht und was Sie mit Ihrer Company Page erreichen wollen? Definieren Sie zwei bis vier Kernthemen wie „Digitale Verwaltung“ oder „Employer Branding“.
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Content-Strategie überdenken Setzen Sie auf fachlich fundierte Beiträge mit Mehrwert. Eine gut recherchierte Analyse wirkt stärker als oberflächliche Posts. Planen Sie je nach Möglichkeit zwei bis drei substanzielle Beiträge pro Monat – mit größeren Ressourcen auch gern mehr.
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Konsistent kommunizieren Bleiben Sie bei Ihren Kernthemen. Wenn Sie verschiedene Bereiche abdecken müssen, nutzen Sie wiederkehrende Formate zu bestimmten Themen. Das kann zum Beispiel ein Newsletter für Forschungs-News aus Ihrem Institut sein, während es in Ihren Beiträgen um HR-Kommunikation geht.
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Interaktion mit Tiefe Corporate Influencer sollten inhaltlich kommentieren– nicht nur mit „Interessant!“ oder „Toller Beitrag!“. Hier sollte Fachkompetenz und echtes Interesse gezeigt werden.
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Geduld mitbringen Der Aufbau von Sichtbarkeit braucht Zeit. Lassen Sie sich nicht entmutigen, wenn die Reichweite zunächst zurückgeht. Kontinuität zahlt sich aus.
Fazit: Chance für qualitätsbewusste Behördenkommunikation
Der Wechsel zu LinkedIn 360 Brew markiert eine Zäsur. Für öffentliche Einrichtungen bedeutet das zunächst eine Herausforderung: Sie müssen ihre Profile schärfen, konsistenter kommunizieren und noch mehr auf Qualität setzen.
Der Wechsel bei LinkedIn 2026 markiert eine Zäsur. Für öffentliche Einrichtungen bedeutet das zunächst eine Herausforderung: Sie müssen ihre Profile schärfen, konsistenter kommunizieren und noch mehr auf Qualität setzen.
Gleichzeitig bietet sich eine große Chance. Behörden, die auf fundierte Fachinformation setzen, profitieren langfristig. Ihre Expertise wird sichtbarer, ihre Inhalte erreichen die richtigen Zielgruppen – unabhängig von der Netzwerkgröße.
Die Devise lautet: Weniger posten, dafür besser. Klare Themen definieren. Substanz über Schlagworte stellen. Dann wird LinkedIn auch mit der Umstellung ein wertvoller Kanal bleiben.
