Öffentliche Beschaffung 2025: Diese Zahlen sind jetzt entscheidend
Wie entwickelt sich die öffentliche Beschaffung – und was bedeutet das konkret für Ihre Vergabepraxis? Die aktuellen „Daten und Fakten 2025“ des Beschaffungsamts des BMI (BeschA) ( Daten und Fakten 2025) liefern belastbare Zahlen und klare Trends, die Sie direkt nutzen können.
Ein Blick auf die Struktur der Verfahren zeigt: EU-weite Vergaben sind längst der Standard. 66 % der Verfahren werden europaweit durchgeführt, nur 34 % national. Beim Auftragsvolumen wird das Bild noch deutlicher: 98 % entfallen auf EU-weite Verfahren.
Für Sie bedeutet das:
- EU-weite Verfahren gehören zum Tagesgeschäft
- nationale Verfahren betreffen vor allem kleinere Volumina
Ein zweiter Wert sticht hervor: Nur 1,6 % der EU-weiten Verfahren führen zu einem Nachprüfungsverfahren. Das spricht für eine insgesamt hohe Vergaberechtssicherheit.
Was dahinter steckt:
- Strukturierte, standardisierte Verfahren
- klare Vergabeunterlagen
- Routine im Umgang mit EU-Verfahren
Für Ihre Praxis heißt das:
- saubere Vorbereitung reduziert Risiken erheblich
- Vergabefehler sind bei klaren Prozessen vermeidbar
Auch das Beschaffungsvolumen bleibt auf hohem Niveau. 2025 lag es bei rund 9,3 Milliarden Euro. Der Trend zur gebündelten, zentralen gesteuerten Beschaffung setzt sich fort.
Beschaffung 2025 auf einen Blick (BeschA):
- 9,3 Mrd. € Auftragsvolumen
- 66 % EU-weite Verfahren
- 98 % Volumen EU-weit
- 1,6 % Nachprüfungsverfahren
Ein zentrales Instrument dieser Entwicklung sind Rahmenverträge. Das Beschaffungsamt kombiniert mehrjährige Rahmenvereinbarungen mit ergänzenden Einzelbeschaffungen.
Daraus sollten Sie ableiten:
- Rahmenverträge sind ein strategisches Kerninstrument
- wiederkehrende Bedarfe sollten gebündelt werden
- Einzelvergaben verlieren an Bedeutung
Gleichzeitig bleibt der Wettbewerb stabil. 66 % der Aufträge gehen an kleine und mittlere Unternehmen, 34 % der Auftragnehmer sind neue Marktteilnehmer.
Die Zahlenzeigen:
- der Zugang für KMU funktioniert
- Losaufteilung ist ein wirksames Instrument
- der Markt bleibt dynamisch
Für Ihre Vergaben bedeutet das:
- prüfen Sie aktiv, ob Lose sinnvoll sind
- vermeiden Sie unnötige Markteintrittsbarrieren
- fördern Sie Wettbewerb gezielt
Was nehmen Sie konkret mit? Die Zahlen geben eine klare Richtung vor: EU-weite Verfahren müssen sicher beherrscht werden. Strategische Beschaffung, insbesondere über Rahmenverträge, wird immer wichtiger. Und saubere Verfahren zahlen sich unmittelbar in Form von Rechtssicherheit aus.
Typische Fragen für Ihre Praxis:
- Nutzen Sie Rahmenverträge bereits strategisch?
- Wie hoch ist Ihre Quote EU-weiter Verfahren?
- Wie oft kommt es zu Rügen oder Nachprüfungen?
- Ist Ihre KMU-Beteiligung vergleichbar?
Die Zahlen zeigen, wo die Reise hingeht. Die eigentliche Herausforderung bleibt die Umsetzung in Ihrer Organisation.
Genau hier setzen wir an: von der Strukturierung Ihrer Vergabeverfahren über die Begleitung EU-weiter Ausschreibungen bis hin zur Entwicklung einer wirtschaftlichen Beschaffungsstrategie.
INFO
Daten und Fakten 2025
Die vollständigen Kennzahlen und Grafiken finden Sie in den „Daten und Fakten 2025“ des Beschaffungsamts des BMI
